Das 3D-Bewegungsanalyselabor

Seit April 2006 besitzt das Deutsche Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie (DZKJR) in Garmisch-Partenkirchen ein Bewegungsanalyselabor. Diese Einrichtung ist ein Projekt des DZKJR, das durch die Kinder-Rheuma-Stiftung finanziert werden konnte. Ziel des Bewegungsanalyselabors ist es, durch die durchgeführte 3D-Ganganalyse einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur Erforschung von Kinderrheuma zu leisten.



Muskuloskelettales Training bei Kindern und Jugendlichen mit Schmerzverstärkungssyndrom

Chronisch generalisierte Schmerzen im Bereich der Muskeln und Gelenke ohne erklärende organische Ursachen werden bei Kindern zunehmend häufiger beobachtet. In Deutschland sind annähernd 10 % aller Schulkinder betroffen, darunter vor allem Mädchen. Bei einem Teil der Patienten kommt es hierbei zu ausgeprägten Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates, die bis hin zur Gehunfähigkeit führen können. Typische Begleitsymptome sind bei dieser Patientengruppe das Auftreten von Schlafstörungen, einer ausgeprägte Tagesmüdigkeit sowie Bauch- und Kopfschmerzen. Es können erhebliche Schulausfälle, eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität und somit ein hoher Leidensdruck resultieren. Die Ursache dieser Schmerzen ist nicht vollständig geklärt. Relativ sicher erscheint eine Störung in der Schmerzverarbeitung durch die zuständigen Bereiche des Gehirns, so dass Schmerzreize verstärkt wahrgenommen werden. Deshalb wird diese Erkrankung auch „Schmerzverstärkungssyndrom“ genannt. Einige Patienten entwickeln diese Beschwerden auch im Verlauf einer chronisch-rheumatischen Erkrankung wie der juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA).



Kerndokumentation rheumakranker Kinder und Jugendlicher

Bei der Kinder-Kerndokumentation handelt es sich um eine Art Register, in dem seit 1997 die Daten von jährlich über 7.000 rheumakranken Kindern und Jugendlichen erfasst werden. Die Daten berücksichtigen sowohl die Angaben der behandelnden Ärzte als auch der Patienten und liefern so ein aussagekräftiges Bild der Krankheitslast und der medizinischen Versorgung. Wissenschaftler des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums (DRFZ) unter Leitung von Frau Professor Angela Zink lesen daran Risiken und Nutzen der Behandlungsformen ab und decken Versorgungsmängel auf. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse: